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SeeMagazin 2019

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„Perspektivenwechsel” ist das Motto des SeeMagazins 2019. Dafür erkunden wir die Seen aus einem anderen Blickwinkel: Ob aus der Luft, auf dem Board oder an Land – mit unseren Bildstrecken, Geschichten, Ideen und Tipps möchten wir die Leser einladen, die Region neu zu entdecken.

fremde Menschen, denen

fremde Menschen, denen wir auf den Spaziergängen begegnen, freuen sich, uns zu sehen. Das macht auch uns glücklich!“ Kuscheltiere sind Alpakas jedoch nicht: Entgegen dem ersten Eindruck sind sie sogenannte Distanztiere, sie werden nicht gerne angefasst. Lässt sich ein Alpaka doch streicheln, darf man sich wahrlich glücklich schätzen: „Ein Tier, das nicht weggeht, zeigt, dass es Vertrauen zum Menschen gefasst hat, dass ihm nichts passiert“, so Darchinger. 4. Ihre Unkompliziertheit Im Gegensatz zu anderen Nutztieren sind Alpakas erstaunlich pflegeleicht. Sie benötigen kaum mehr als Futter, eine Schur pro Jahr und eine ausreichend große Fläche, um sich frei bewegen zu können. In Zahlen: Im Sommer fressen sie pro Tag zwischen zwei und 3,5 Kilogramm Gras, im Winter ein bis zwei Kilogramm Heu. Für die ersten beiden Tiere muss eine Weidefläche von 1000 Quadratmetern zur Verfügung stehen, für jedes weitere Tier dann 100 Quadratmeter mehr. Veronika Darchinger rät allerdings zu mehr Platz, denn Alpakas leben nicht gerne aneinandergedrängt. Außerdem ist eine Wechselbeweidung sinnvoll, zum Beispiel mit Pferden: Denn diese fressen dort, wo Alpakas nicht fressen, und umgekehrt. Laien können mit etwas Recherche und Vorbereitung gut in die Alpakazucht einsteigen. Die Tiere sind lernfähig und können beispielsweise schnell auf das Gehen am Halfter trainiert werden. Freizeittiere, etwa für Wanderungen, erhält man bereits für 1200 Euro. Eine Zuchtstute kostet je Alpakas brauchen einen trockenen Stall, in den sie sich zurück ziehen können – und die Gesellschaft anderer Alpakas nach Rasse 2500 bis 3000 Euro. Für Spitzentiere, in der Regel Zuchthengste, muss man 8000 bis 20.000 Euro aufbringen. Die zwei teuersten Alpakas, die je in Deutschland gekauft wurden, waren den Züchtern 250.000 Dollar wert: Sie stammten aus einer Zucht in den USA. Die Tragzeit von Alpakas beträgt übrigens bis zu 345 Tage. Die Fohlen werden immer am Morgen geboren. Weil die Zungen der Alpakastuten zu kurz sind, lecken sie ihre Fohlen nicht ab. Deshalb müssen diese an der Luft trocknen, bevor es nachts wieder kälter wird. 5. Ihre Heilkräfte Die entspannte, gutmütige Grundhaltung der Alpakas eignet sich bestens für Therapiezwecke, wie Darchinger erklärt: „Man kann sie beispielsweise bei verhaltensauffälligen Kindern einsetzen. Die Tiere gehen erst mal einen Schritt zurück und halten Abstand, sodass die Kinder sich aus eigenem Antrieb Strategien überlegen müssen, wie sie ihnen näherkommen können.“ Die nonverbale Kommunikation wird immer häufiger auch bei Autismus, Demenz, geistiger Behinderung oder schweren Hirnschäden, beispielsweise nach Unfällen, genutzt. 6. Ihr Blick In der Gegenwart von Alpakas schlechte Laune haben? Unmöglich. Ein Blick in diese Kulleraugen, und jeder Funken Missmut verpufft. Was nur wenige wissen: Alpakas verfügen über ein sensationell gutes Sehvermögen. Selbst kleinste Bewegungen, etwa von einem Radfahrer oder Vogel am Horizont, können sie problemlos ausmachen. Das wirkt sich auch auf ihre Begleiter aus, wie Darchinger findet: „Mit einem Alpaka nimmt man die Welt selbst plötzlich ganz anders wahr.“ 36

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