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SeeMagazin 2016

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Im SeeMagazin berichten wir einmal jährlich von besonderen Menschen und Orten aus dem Fünf-Seen-Land. Ein Projekt, das uns schon fast 10 Jahre begleitet und immer wieder begeistert.

SeeKarriere Nachgefragt

SeeKarriere Nachgefragt bei … Was ist aus ihnen geworden? Sind sie immer noch begeistert bei der Sache, wegen der wir sie vorgestellt hatten? Vier Recherchen auf Zeit. TEXTE Marlene Irausek AS TIME GOES BY Auf dem Cover saßen sie 2011 alle in einem Boot (das genau gesagt die Fähre zur Roseninsel war). Im Heftinneren hatte unser Fotograf Jan Greune die sechs Jungtalente auf dem Glockensteg am Lenné- Park porträtiert. Madeleine Hufnagel saß damals rechts auf dem Pfosten. Aktuell ist die Aufnahme von ihr im Tanzstudio. Fotos: Madeleine Hufnagel; Walter Rothlauf, Ilja Wolff 88 SeeMagazin 2016 | www.seemagazin.de

STARKE WENDE Immer noch ist der heute 19-jährige Severin Rothlauf ein Segler der Extraklasse. Wettkämpfe bestreitet das Talent aus dem Bayerischen Yacht- Club allerdings nicht mehr. Denn er studiert jetzt Zahnmedizin an der Universität in Berlin. Madeleine Hufnagel Severin Rothlauf Tanzen und noch mal tanzen. Das war immer schon Madeleine Hufnagels Leidenschaft. Als 18-Jährige saß die Ballerina aus Berg auf dem Titelbild des SeeMagazins mit im Boot der jungen Talente, die wir 2011 über mehrere Seiten im Heft vorgestellt haben. So viel vorab: Inzwischen besitzt Madeleine ein Diplom in Tanzpädagogik. Gelernt hat die heute 23-Jährige schon während der Schulzeit meistens nachts, damit sie tagsüber genügend Zeit im Ballettstudio verbringen konnte. Ihr Fleiß und Talent haben sich ausgezahlt, denn nach dem Abitur und einem dreijährigen Tanzstudium konnte sie im Juli 2014 ihre Ausbildung an der Iwanson International School of Contemporary Dance mit einem Tanzpädagogik-Diplom abschließen. Ihre Schwerpunkte: Modern Dance, Jazz Dance, Ballett, Kindertanz und Hip-Hop. Anschließend ging Madeleine für drei Monate nach Kapstadt, um dort Kindern aus den Townships zu helfen. Der Tanz spielte auch dort eine wesentliche Rolle. Unterrichtserfahrung sammelte sie schon im Studio ihrer Mutter „neues tanzen“ in Starnberg, wo sie seit 2009 ihr Können auch weitergibt. Mittlerweile unterrichtet Madeleine auch Modern Dance und Jazz im Ballettzentrum Taufkirchen und leitet die „Tänzerische Spielstunde“. Außerdem arbeitet sie weiterhin als Choreografin und Tänzerin und wirkte u. a. beim Festival „Junger Tanz“ im Gasteig mit. Seit Herbst letzten Jahres studiert sie Osteopathie in München. Ihr Ziel: Die Tanzausbildung mit dem Studium verbinden zu können und sich im Bereich Tanzmedizin fortzubilden. Tanzen und noch mal tanzen, das wird ihre Leidenschaft bleiben. Auch Severin Rothlauf wurde 2011 mit anderen Jungtalenten im SeeMagazin 2011 porträtiert. Da galt der 14-Jährige aus dem Bayerischen Yacht-Club als einer der erfolgreichsten Nachwuchssegler. Aufgewachsen in einer segelbegeisterten Familie und vorbelastet durch seinen Vater Walter, einem der besten deutschen Laser- und Flying-Dutchman- Segler, saß Severin schon mit acht Jahren fest im Boot. 2010 hatte er bereits an der Optimisten-WM in Malaysia teilgenommen und konnte sich im folgenden Jahr abermals für die Opti-WM qualifizieren. Aufgrund seiner Größe und des Gewichts muss te er zu diesem Zeitpunkt schon in die 420er- Klasse umsteigen. Sein Segelpartner in der Zweimannjolle war Jan Marten, die beiden bildeten schnell ein Erfolgsgespann. Trainingslager am Gardasee und am Mittelmeer zahlten sich aus. Das Team wurde 2012 Deutscher U17-Meister in Hamburg. Doch die segelnden Teenager überschritten bald auch Größe und Idealgewicht für den 420er. Zwar nahmen sie ein Jahr später noch an der Jugend-EM in Wales teil, die Beeinträchtigung durch ihre Größe aber machte ihnen einen Strich durch eine gute Platzierung. Als für Severin vor zwei Jahren die Abitur-Prüfung anstand und er nur mehr begrenzt Zeit für das Training aufwenden konnte, entschied sich das Segelteam, getrennte Wege zu gehen. Severin nahm seitdem nur noch selten an Wettkämpfen teil. Denn: Er lebt mittlerweile in Berlin und studiert Zahnmedizin. Sein Hobby zum Beruf machen, das war ihm zu riskant, „und hätte mir zu eintönig werden können“, sagt der Student. Seine Passion bleibt der Sport trotzdem. Statt Starnberger See ist es jetzt öfter der Wannsee, manchmal überführt er ein Boot in den Semesterferien, zum Beispiel von Mallorca nach Genua. Der segelnde Zahnarzt, diese Geschichte wäre etwas für ein SeeMagazin – demnächst. ZU TRÄUMEN UND TALENT KOMMEN DIE AUSBILDUNG UND DER ALLTAG. UMSONST WAR ALL DIE MÜHE NIE. www.seemagazin.de | SeeMagazin 2016 89