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SeeMagazin 2014

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Im SeeMagazin berichten wir einmal jährlich von besonderen Menschen und Orten aus dem Fünf-Seen-Land. Ein Projekt, das uns schon fast 10 Jahre begleitet und immer wieder begeistert.

SPECIAL See you Yoga on

SPECIAL See you Yoga on Board 52 SeeMagazin 2014 | www.seemagazin.de

YOGA GILT ALS REISE ZU SICH SELBST. DIESMAL MIT ZWISCHENSTOPP IN HERRSCHING AM AMMERSEE – AUF EINEM SURFBRETT TEXT: Sahra Kraus FOTOS: Bodo Rickassel Herabschauender Hund oder begossener Pudel? Die Befürchtung ist doch berechtigt auf so einem wackligen Unterteil. Die Hände suchen nach Halt, der Körper nach dem Gleichgewicht. Damit nicht genug, man soll auch noch versuchen, die Beine durchzudrücken. Alles auf einem Board zu Wasser! Um ehrlich zu sein, der See wirkt recht einladend, und die Stimme von Percy Johannsen, Lehrer von Namasté Yoga, beruhigt ungemein. „Bleibt bei euch, konzentriert euch auf die Atmung. Eure Ruhe überträgt sich aufs Board. Ihr müsst euch fallen lassen.“ Gut gesagt, leicht getan, schließlich geht es um Yoga auf dem Wasser, genauer gesagt, um Asanas auf einem breiten Board. Denn beim Paddleboard-Yoga, auch SUP Yoga genannt, werden die Übungen (Asanas) stehend, liegend oder sitzend auf einem sogenannten Stand Up Paddling Board ausgeführt. Dabei werden nicht nur die Tiefenmuskulatur und die Beweglichkeit besonders intensiv trainiert, sondern vor allem unser Gleichgewicht – das körperliche wie das seelische. Seinen Ursprung hat das Stand Up Paddling (SUP) eigentlich in Polynesien. Auf Tahiti benutzten die Fischer seit jeher ein Paddel, um sich in ihren Kanus stehend zügig auf dem Wasser vorwärtszubewegen. Wie auch die Hawaiianer, von denen es sich die Surfer dann abschauten. Für die Surfer waren die weit draußen liegenden Wellenriffs die Beute, und die Lehrer konnten so schneller bei ihren Schülern sein, wenn nötig. IN DER BALANCE Die Yogis treibt es raus auf den Ammersee! Zu Fischern, Seglern und Schwimmern gesellen sich jetzt die Schüler von Percy Johanssen, der Paddleboard-Yoga lehrt und perfekt demonstriert, wie Asanas zu Wasser gehen. Als ganzheitliches Training. Von Tahiti über Amerika nach Herrsching 2011 kam Percy, aufgewachsen in Fürstenfeldbruck und Sohn einer Deutschen und eines Amerikaners, auf dem Ammerseer Strandmarkt zum ersten Mal in Kontakt mit den breiten, daher stabilen und zum Teil aufblasbaren Surfbrettern (iSUPS). Zu Hause recherchierte er zum Thema „Yoga auf dem Board“ und fand heraus: Was sich hier noch exo - tisch anhört, ist in den USA längst Hype. Also wechselte der frühere Produktionsleiter bei einem TV-Musiksender, dessen Leben Yoga völlig veränderte, bei sommerlichen Temperaturen seine Matte gegen ein Surfbrett ein und verlegte die Trainingsstunden von seinem Studio Namasté (kommt www.seemagazin.de | SeeMagazin 2014 53