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M-Puls 4/19

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Um zu zeigen, wie rund 10.000 Mitarbeiter täglich zum Funktionieren einer Millionenstadt beitragen, blickt M-Puls, das Service-Magazin der Stadtwerke München, regelmäßig hinter die Kulissen des kommunalen Unternehmens.

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mehr entdecken Smart City: das München von morgen Dieter Reiter, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke München, im Interview Wenn vom München der Zukunft die Rede ist, fällt immer wieder der Begriff der intelligenten Stadt: „Smart City“. Was kann man sich darunter vorstellen? „Für den Begriff ‚Smart City‘ gibt es viele Definitionen. Dabei geht es immer um Möglichkeiten, neue Technologien ‚smart‘, also intelligent, zu nutzen. Intelligente Transportsysteme ermöglichen es den Menschen, schneller ans Ziel zu kommen. Intelligente Gebäude verschwenden keine kostbare Energie. Ein intelligentes Gesundheitssystem vereinfacht und optimiert die Aufnahme, Diagnose und medizinische Behandlung von Patienten. Die Digitalisierung eröffnet dabei ganz neue Möglichkeiten und Perspektiven.“ „Der Bedarf an Wohnraum, eine nachhaltige Energieversorgung und vernetzte Mobilität machen neue Konzepte notwendig“ Inwiefern sind solche intelligent vernetzten Lösungen schon heute bemerkbar? „Beispielsweise im Bereich von Carsharing-Angeboten und Mobilitätsstationen. Denn das Stichwort für eine intelligente Stadt der Zukunft ist ‚geteilte Mobilität‘. Gerade in München haben wir nur begrenzt Platz. Private Fahrzeuge aber brauchen viel Platz, denken Sie nur an die Parkplätze. Daher ist es sinnvoll, dass sich immer mehr Menschen Fahrzeuge teilen, ob das Elektroautos sind, Fahrräder oder auch Elektroroller. Unsere Mobilitätsstationen bieten deshalb an einem Ort Mieträder und E-Fahrzeuge in Verbindung mit U-Bahn, Bus und Tram an. Wir wollen damit den Umstieg vom eigenen Auto auf die sogenannte Shared Mobility erleichtern. Und das alles ist bereits per App und mit einem Klick bequem abrufbar.“ Was sind die dringendsten Aufgaben, wenn man eine Stadt wie München fit für die Zukunft machen will? „München ist die Heimat von rund 1,5 Millionen Menschen, Tendenz steigend. Das stellt natürlich entsprechende Anforderungen an die Infrastruktur, und zwar heute schon. Der Bedarf an mehr Wohnraum, eine nachhaltige Energieversorgung und eine vernetzte, multimodale Mobilität machen neue, eben ‚smarte‘ Konzepte notwendig. Die Stadtwerke München nutzen heute schon die Chancen moderner Technik, damit München eine der nachhaltigsten und zukunftsfähigsten Städte der Welt bleibt. München als leuchtendes Beispiel einer vernetzten und lebenswerten Stadt – das ist unser Ziel.“ Foto: Nagy/Presseamt München; Illustration: Joanna Gniady 8 M-Puls

mehr wissen Kaum zu glauben Münchens Fernwärmenetz ist so lang, dass es von hier bis nach Paris reichen würde Mit gut 800 Kilometern Länge hat München eines der größten Fernwärmenetze Europas. Deren Prinzip basiert auf der Kraft-Wärme-Kopplung: Wärme, die in Kraftwerken bei der Erzeugung von Strom entsteht, kommt über das Fernwärmenetz und Wärmetauscher in die Heizungen der Häuser. Fernwärme kann man auch aus erneuerbaren Energien gewinnen. Im Fall von München: aus Geothermie. Unter der Stadt befindet sich ein gigantisches Vorkommen an heißem Thermalwasser – ein Schatz, der zum Heizen genutzt werden kann. Bis 2040 soll München die erste deutsche Großstadt sein, die ihren Bedarf an Fernwärme zu 100 Prozent CO 2 -neutral deckt. M-Puls 9