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M-PULS 2/21

M-Puls zeigt, wie rund 10.000 Mitarbeiter täglich zum Funktionieren einer Millionenstadt beitragen. Dafür blickt das Service-Magazin der Stadtwerke München regelmäßig hinter die Kulissen des kommunalen Unternehmens.

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mehr erleben ökologische Landwirtschaft ins Spiel: Sie verzichtet beispielsweise auf chemische Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Damit schont sie Böden und Gewässer – und schützt unser Trinkwasser. Regionale, fair gehandelte Lebensmittel Was hat mein Müsli mit dem guten Münchner Trinkwasser zu tun? Jede Menge, denn wer Bio-Milch oder andere Ökoprodukte von UNSER LAND kauft, unterstützt regionale Ökobauern Eine regionale, faire und überwiegend biologische Landwirtschaft: Dafür setzt sich UNSER LAND, ein Netzwerk aus zehn Solidargemeinschaften in und um München, unter anderem ein. Seit 2007 kooperiert UNSER LAND auch mit den Stadtwerken München, um die hohe Qualität des Münchner Trinkwassers zu sichern. Ein Gespräch mit Adriane Schua, Vorsitzende des Dachvereins UNSER LAND. Wie hängen ökologische Landwirtschaft und Trinkwasserschutz zusammen? Das Münchner Trinkwasser wird aus Grundwasser gewonnen. Die Qualität des Grundwassers hängt auch von der Qualität des Bodens ab, der eine wichtige Filterfunktion erfüllt. Hier kommt die Um Bauern im Wasserschutzgebiet die ökologische Landwirtschaft zu erleichtern, haben die SWM 1992 die Initiative „Ökobauern“ ins Leben gerufen. Wie kam es zur Zusammenarbeit von UNSER LAND mit den SWM? Als unsere damalige Molkerei auf Bio umstellte, kamen wir mit den SWM zusammen. Die SWM Initiative „Ökobauern“ wollte mit einem besonderen Produkt auf die Trinkwassergewinnung im Mangfalltal aufmerksam machen. So entstand die Idee zu unserer UNSER LAND Bio-Milch. Heute liefern über 100 Milchbauern aus dem Landkreis Miesbach die Milch für unser „gemeinsames“ Produkt. UNSER LAND möchte das Bewusstsein für einen respektvollen Umgang mit der Natur und regionale Lebensmittel stärken. Wie entwickelt sich dieses? Immer mehr Menschen setzen sich für den Klimaschutz ein: Das beginnt schon im Kleinen beim täglichen Einkauf. Die Nachfrage nach den regionalen UNSER LAND Produkten steigt stetig an. Auch die Nachfrage nach unseren Sonnenäckern wächst: Dort können Menschen eigenes Gemüse anpflanzen. Das führt oft zu einem anderen Einkaufsverhalten, gerade bei Kindern. Denn man merkt, wie viel Arbeit es ist, bis man eine Karotte in der Hand hat. Ihr Wunsch an Verbraucher*innen? Jeder kleine Schritt ist wichtig. Regionale Produkte zu kaufen, ist ein einfacher Weg, zum Klimaschutz beizutragen. Adriane Schua ist Vorsitzende von UNSER LAND, einem Netzwerk von zehn Solidargemeinschaften rings um München und Augsburg: Hier werden die Produkte erzeugt, verarbeitet und verkauft. Das vollständige Interview lesen Sie unter: www.swm.de/unser-land Fotos: plainpicture/Tilby Vattard, Privat, München Tourismus/Sigi Müller, www.bayern.by – Bernhard Huber (2), Markthallen München (2), Louis Wallnhöfer 12 M-Puls

mehr entdecken Frischluft und Hüttenflair Zusätzlich zu Obst und Gemüse bieten die Münchner Märkte auch Feinkost, Flair und reichlich Geschichte. Zeit für einen Spaziergang? Der Markt am Wiener Platz Der kleinste unter den ständigen Märkten punktet seit 1889 mit dörflichem Charme: Lust auf Gebäck, eine Fischsemmel oder ein Glas Wein? Man trifft sich an den Hütten zwischen den hoch aufragenden Bürgerhäusern, plaudert mit Nachbar*innen und wandert in den Schatten der Bäume des angrenzenden Biergartens vom Hofbräukeller. Eine große Auswahl an Kartoffelsorten und leckeres Mittagessen gibt es bei Caspar Plautz. Der Pasinger Viktualienmarkt Seit über 100 Jahren findet man auf dem bunten Markt, der gleich neben dem Pasinger Rathaus in einem historischen Innenhof liegt, viele verschiedene Köstlichkeiten. Ob Brot, Obst, Käse oder Blumen – man spaziert durch einen Mix aus kleinen Läden und beschirmten Ständen und kann sich kaum sattsehen an den Waren, die die Händler*innen hier anbieten. Der Viktualienmarkt Süße Erdbeeren, knackige Radieserl oder Tomaten für die Brotzeit, Fleisch und Fisch zum Grillen: Im Sommer macht ein Spaziergang über den Viktualienmarkt besonders gute Laune. Wer an Ort und Stelle Appetit bekommt, kann sich bei den Gastro-Ständen ein Sandwich und einen frisch gepressten Saft holen. Oder Karl Valentin, Ida Schumacher & Co. besuchen – das Plätschern des Wassers der Figurenbrunnen erfrischt und beruhigt zugleich. Infos unter www.muenchen.de/viktualienmarkt Der Elisabethmarkt Hier in Schwabing zeigt sich, wie sehr die Münchner*innen an ihren Stadtteilmärkten hängen. Als klar wurde, dass die maroden Stände saniert werden, stimmten 23.000 Bürger*innen gegen den Abriss. Mit viel Engagement wurden neue Konzepte erarbeitet. Bis diese 2023 umgesetzt sind, residiert der Markt in holzverkleideten Ersatzhütten, die sogar einen Preis vom Bund Deutscher Architekten bekommen haben. Die Interimshütten vom Elisabethmarkt locken mit Strandbuden-Charme und leckeren Snacks, z. B. von Fizzy Bubele. M-Puls 13