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M-Puls 2/20

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Um zu zeigen, wie rund 10.000 Mitarbeiter täglich zum Funktionieren einer Millionenstadt beitragen, blickt M-Puls, das Service-Magazin der Stadtwerke München, regelmäßig hinter die Kulissen des kommunalen Unternehmens.

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mehr entdecken Klar, natürlich, gut: M-Wasser Damit sie allen Münchner*innen hervorragendes Trinkwasser liefern können, sind die SWM auf Gewinnungsgebiete außerhalb der Stadt angewiesen. Für diese tragen sie eine besondere Verantwortung Spätestens wenn man im Urlaub beim Zähneputzen Chlor riecht, wird einem wieder bewusst, wie gut das Münchner Leitungswasser schmeckt. Die Münchner*innen erhalten täglich eines der besten Trinkwasser in Europa. Das ist vor allem ein Geschenk der Natur: Das saubere Trinkwasser für die Landeshauptstadt kommt quellfrisch aus dem bayerischen Voralpenland. Zudem sorgen die Mitarbeiter*innen der Stadtwerke München täglich dafür, dass in München zuverlässig Trinkwasser in bester Qualität aus den Hähnen fließt. UMSTELLUNG AUF ÖKOLANDWIRTSCHAFT Der Schutz des Trinkwassers beginnt dort, wo es entspringt. Deshalb unterstützen die SWM den Schutz der Böden in den Wassergewinnungsgebieten. Zum Beispiel indem sie eigene Grundstücke in den Einzugsbereichen zur ökologischen Bewirtschaftung an Landwirte aus der Region verpachten. Denn im Ökolandbau werden weniger Pflanzenschutzmittel und Nitrat eingesetzt und damit Böden und Gewässer geschont. Seit 1992 unterstützen die SWM mit der „Initiative Ökobauern“ deshalb den ökologischen Landbau im Einzugsgebiet der Wassergewinnung im Mangfalltal, aus dem der Großteil des Münchner Trinkwassers kommt. Die SWM fördern die Umstellung von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft, gleichen einen Teil der Einbußen der Landwirte aus und unterstützen die Ökobauern aus der Region bei der Vermarktung von Milch und Fleisch. Wer Bioprodukte von „Unser Land“, „Andechser Natur“ oder „Berchtesgadener Land“ kauft, genießt hervorragende regionale Angebote und unterstützt den Schutz des Münchner Trinkwassers. SCHUTZ VON FLORA UND FAUNA In den Gewinnungsgebieten im Mangfalltal und in der Schotterebene betreibt die Städtische Forstverwaltung im Auftrag der SWM einen 1.800 Hektar großen Wasserschutzwald. Die ursprüngliche Monofichtenkultur wurde in einen naturnah gepflegten Mischwald umgewandelt. Dieser ist nicht nur Lebensraum für viele Tier- und Pflanzen- Fotos: Getty Images/iStockphoto/PeopleImages.com, SWM/Unser Land, Fotolia/Svenni; Icon: Flaticon/Monkik 14 M-Puls

Ökobauern aus der Region beliefern Molkereien wie „Unser Land“, „Andechser Natur“ und „Berchtesgadener Land“: Mit dem Genuss von Bioprodukten kann man also auch Trinkwasser schützen arten, sondern auch ein natürlicher Wasserspeicher. Mit dem Umweltschutzprogramm Golf&Natur sorgen die SWM und der Golfclub Garmisch-Partenkirchen dafür, dass der Golfplatz im Loisachtal gewässerfreundlich gepflegt wird, mit strengen Auflagen für die Verwendung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Außerdem machen die SWM auf das Lebenselixier Wasser aufmerksam: Interessierte können auf dem M-Wasserweg die Wasserversorgung erwandern oder „erradeln“. Zudem erwartet sie im Wasserschutzgebiet im Mangfalltal ein Naturerlebnispfad: Hier kann man spannende Fakten über Trinkwasser- und Naturschutz erfahren und an interaktiven Stationen die Umgebung erforschen. ERWEITERUNG DES SCHUTZGEBIETS Damit auch in Zukunft bestes Trinkwasser selbstverständlich ist, muss der Wasserschutz regelmäßig überprüft werden. Im Mangfalltal etwa fordern die staatlichen Fachbehörden, die in Bayern Wasserschutzgebiete festlegen, eine Erweiterung des Schutzgebiets bereits seit den 1970er Jahren. Doch das Verfahren stockt. Bei der Gestaltung des neuen Schutzgebiets sollen die Auswirkungen auf die Landwirtschaft vor Ort so gering wie möglich ausfallen: Nur in einem Teil der Schutzzone wären Viehhaltung und Beweidung nicht mehr möglich. Mit den drei davon betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben versuchen die SWM Lösungen zu finden, wie Grundstückstausch oder einen finanziellen Ausgleich. Auch mit Bürger*innen und den Verantwortlichen vor Ort stehen die SWM in engem Kontakt, um den Trinkwasserschutz und die regionalen Belange in Einklang zu bringen. SCHON GEWUSST? 5 FAKTEN ZUM MÜNCHNER TRINKWASSER Der Großteil des Münchner Trinkwassers, etwa 75 Prozent, kommt aus dem Mangfalltal, 20 Prozent aus dem Loisachtal und fünf Prozent aus der Münchner Schotterebene. 175 Landwirte im Mangfalltal haben mit Unterstützung der SWM bereits von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft umgestellt und bewirtschaften eine Fläche von rund 4.200 Hektar – eines der größten ökologisch bewirtschafteten Gebiete Deutschlands. Mit einem jährlichen Millionenbetrag fördern die SWM ökologische Bewirtschaftung im Grundwassereinzugsgebiet Mangfalltal. 1.800 Hektar umfasst der Wasserschutzwald der SWM im Mangfalltal und in der Schotterebene. 2,5 Quadratmeter Boden schützt man mit dem Kauf eines Liters Biomilch aus dem Mangfalltal – und rund 10.000 Liter Trinkwasser. M-Puls 15