Aufrufe
vor 1 Jahr

KPM Magazin 2019

  • Text
  • Manufaktur
  • Porzellan
  • Berlin
Für die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin konzipierte Storyboard 2017 ein eigenes Magazin: WEISS. Nach der ersten Ausgabe ganz in Weiß und der zweiten in Schwarz folgt jetzt die Dritte im Bauhaus-Look – passend zum diesjährigen Jubiläum.

KPM

KPM kann man studieren Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums wurde an der Universität der Künste Berlin (UdK Berlin) in Kooperation mit der KPM Berlin ein besonderes Studiensemester eingerichtet: UDKPM – INSPIRED BY BAUHAUS. Es bietet Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, das Potenzial von Porzellan in der heutigen Zeit auszuloten. Unter Betreuung von Professor Achim Heine, Sarah-Lena Walf, Petra Akrap und Alexander Jentsch waren die zwölf Teilnehmer des ersten Entwurfsprojekts aufgefordert, alltägliche Dinge nicht als gesetzt zu sehen, sondern ihre Form, Funktion und gesellschaftliche Bedeutung abzuwägen – und natürlich neue und spannende Objekte zu entwickeln. Stilvoller Kontrast Die KPM war die erste Traditionsmanufaktur, die ein völlig undekoriertes Service erfolgreich auf den Markt brachte. URBINO steht für zeitloses Porzellan design und ist sogar im Museum of Modern Art in New York ausgestellt. 1931 von Trude Petri entworfen, spiegelt es unverwechselbar die Einflüsse der Bauhaus-Zeit, in der es entstand, wider. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums gibt es die Herzstücke des Tee- und Kaffeeservices nun mit Dekor, das von original Bauhaus-Tapeten inspiriert ist. Das geometrische Muster in den Bauhaus-Grundfarben Schwarz und Rot steht im eleganten Gegensatz zur weichen Kreisform des Services und beweist, wie nahtlos gut sich URBINO ins Hier und Jetzt einreiht. Bilder: KPM Berlin, Jan Mielke KPM Magazin 12 N°. 03

Politikgestaltung Bei Rona Kobel kommt das Zeitgeschehen auf den Tisch, besser gesagt aufs Geschirr: Brexit, Vertreibung und Krieg. Trump, Putin, Erdogan. Mit ihrem Werk „Dinner for Sinner“ thematisiert die Berliner Künstlerin unsere Gleichgültigkeit im Umgang mit drängenden Krisen. Provokant hinterfragt sie die Stabilität von Demokratie und Freiheit in Form eines „politischen Tafelgedecks“. In Zusammenarbeit mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin setzte Kobel ihren Entwurf um und verkehrt Motive herkömmlichen Essgeschirrs in das, was wir in Tellern, Schalen & Co. für gewöhnlich nicht finden. Ausgestellt war Kobels Polit gedeck unter anderem in der Hamburger Galerie Drawing Room. Oben: Die Weinflasche „Meet Molly” erinnert an einen Molotow-Cocktail Rechts: Die „Civilization bowl – Capitalism, Freedom, Justice” in kritischer Schieflage Urban Art meets Handwerkskunst Bilder: Rona Kobel, Holger Talinski Als die Galerie Springmann die erfolgreichen Street-Art- Künstler Patrick McNeil (links) und Patrick Miller (rechts) alias FAILE zum ersten Mal mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin zusammenbrachte, war noch völlig offen, wie ein gemeinsames Projekt aussehen könnte. Heute, zwei Jahre später, gibt es von einem der Hauptmotive der beiden New Yorker eine außergewöhnliche Porzellanversion: das an einem Baumstamm lehnende, verträumte Mädchen. Die Besonderheit der Skulptur ist die spielerische Verbindung von New Pop Art mit traditioneller Handwerkskunst und dem wertvollen Werkstoff der Berliner Manufaktur. KPM Porzellan wurde in eine unerwartete Form überführt und auf künstlerische Weise neu belebt. Die Figur SACRED YOUNG MINDS ist in einer streng limitierten, individuell gestalteten Auflage von 24 + 5 individuellen Artist-Proof-Exemplaren auf Anfrage erhältlich und wird in einer von den Künstlern gestalteten Box geliefert. N°. 03 13 KPM Magazin