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Jaguar Magazine PERFORMANCE – German

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Nicht jeder darf das Jaguar Land Rover Testgelände in Gaydon besuchen. Wir schon: Für den exklusiven Fotoshoot des Jaguar XE versammelte sich unser Produktions-Team auf der geheimen Rennstrecke. Steffen Jahn fotografierte das brandneue Jaguar Fahrzeug. Das Set-up war aufgrund des für England typischen Wetters in den Control Towers der ehemaligen Flugbahn untergebracht. Kurze Regenpausen wurden dazu genutzt, mit eigens angemieteten Drohnen zu fotografieren. Das Ergebnis ist eine ästhetisch hochwertig und stimmungsvolle Strecke in der Ausgabe 01-2015 des J-Magazines.

70er James Bond 007

70er James Bond 007 Diamantenfieber (1971) Schauspieler: Charles Gray Rolle: Blofeld Der Schakal (1973) Schauspieler: Edward Fox (oben) Rolle: Der Schakal James Bond 007 Der Mann mit dem goldenen Colt (1974) Schauspieler: Christopher Lee (rechts) Rolle: Francisco Scaramanga Das Omen (1976) Schauspielerin: Billie Whitelaw Rolle: Mrs Baylock Der Marathon-Mann (1976) Schauspieler: Laurence Olivier (unten) Rolle: Dr. Christian Szell Brennen muss Salem (1979) Schauspieler: James Mason Rolle: Richard Straker Zusatz-Info: In einer weiteren Rolle: der aus der TV-Serie „Starsky & Hutch“ bekannte David Soul 80er Rififi am Karfreitag (1980) Schauspieler: Bob Hoskins Rolle: Harold Shand Zusatz-Info: Der Film wurde vom British Film Institute auf Platz 21 der 100 besten britischen Filme des 20. Jahrhunderts gewählt und verhalf Bob Hoskins zu seinem großen Durchbruch. Das Imperium schlägt zurück (1980) Schauspieler: David Prowse (nächste Seite links) Rolle: Darth Vader Zusatz-Info: Darth Vader wird zwar von Prowse verkörpert, aber vom Amerikaner James Earl Jones gesprochen. Superman II Allein gegen alle (1980) Schauspieler: Terence Stamp Rolle: General Zod Tron (1982) Schauspieler: David Warner Rolle: Ed Dillinger/Sark/Stimme des MCP Beverly Hills Cop Ich lös den Fall auf jeden Fall (1984) Schauspieler: Steven Berkoff Rolle: Victor Maitland Die Reise ins Labyrinth (1986) Schauspieler: David Bowie (ganz rechts) Rolle: Jareth, der Koboldkönig Zusatz-Info: Abgesehen von Bowie wurden die meisten größeren Rollen im Film von Puppen aus dem Creature Shop des Muppet Show-Erfinders Jim Henson gespielt. Stirb langsam (1988) Schauspieler: Alan Rickman Rolle: Hans Gruber Fotos: Mondadori Portfolio, Silver Screen Collection/Hulton Archive, Silver Screen Collection/Getty Images 38 j THE PERFORMANCE ISSUE

culture nach „Krieg der Sterne“ gelang immer mehr britischen Schauspielern der Sprung von der Bühne oder von kleinen Film-produktionen zum Bösewicht in einem blockbuster FOTOS: 20th Century-Fox, Bob Thomas/Getty Images mit einem Amerikaner. Sei‘s drum. Somit ist Darth Vader der eine wirklich legendäre Kultschurke, der den Briten durch die Lappen gegangen ist. Bei Darth Vaders gruseligem knittergesichtigen Boss, dem Imperator Palpatine, fackelte Lucas dagegen nicht lang: Die Rolle ging an den schottischen Theaterschauspieler Ian McDiarmid, den Mann mit der vielleicht furchteinflößendsten Leinwandpräsenz aller Zeiten. In den Jahren nach Krieg der Sterne gelang immer mehr britischen Schauspielern der Sprung von der Bühne oder von anspruchsvollen, aber kleinen Filmproduktionen zum Bösewicht in einem Blockbuster. Terence Stamp, der in den 1960ern eher als Dandy von sich reden gemacht hatte, kehrte 1978 aus dem Hippie-Exil in Indien zurück, um die Rolle von General Zod in Superman zu übernehmen. Der an der ehrwürdigen Royal Academy of Dramatic Art ausgebildete Alan Rickman wurde im West End und am Broadway für seine Hauptrolle in Christopher Hamptons Les Liaisons Dangereuses gefeiert, ehe er 1988 in Stirb langsam in seiner ersten größeren Filmrolle als Bruce Willis‘ Gegenspieler Hans Gruber zu sehen war. Bis heute hält dieser Trend unvermindert an. Benedict Cumberbatch gab 2013 den Schurken im zweiten Film der neu aufgelegten Star Trek-Reihe. Ian McKellen spielt seit über einem Jahrzehnt den Magneto in den X-Men-Filmen, und Alfred Molina war 2004 Doc Ock in Spider-Man 2. Der schon erwähnte Tom Hiddleston, der als Loki in den Marvel-Produktionen Thor und The Avengers über sich selbst hinausgewachsen ist, hat seine eigene Theorie darüber, warum Briten für diese Rollen geradezu prädestiniert sind. „Ein wirklich guter Bad Guy braucht Charme und Witz. Die Boshaftigkeit wirkt spielerisch, wie aus dem Handgelenk geschüttelt. Sich die Hände schmutzig zu machen, ist nicht unsere Art. Der Teufel spielt immer die besten Melodien, besonders wenn er dabei mit einem britischen Akzent spricht.“ Ein wortgewandter, britisch sprechender Charakter projiziert für amerikanische Filmemacher automatisch abgründig-finstere Intelligenz. Den Schauspielern spült das oft nach jahrelanger brotloser Kunst auf der Bühne oder mit Art-House-Produktionen willkommenes Geld in die Tasche. Manchmal aber widersetzt sich die Besetzung eines britischen Schurken jeglicher Logik und wirkt geradezu unfreiwillig komisch. Man denke nur an die verschiedenen Verfilmungen der Legende von Robin Hood, einem durch und durch englischen Helden. Errol Flynn (1938), Kevin Costner (1990) oder Russell Crowe (2010) der Held ist Amerikaner (oder im letzten Fall Neuseeländer), während der Sheriff von Nottingham immer von einem Briten gemimt wird (Melville Cooper, Alan Rickman bzw. Mark Strong). Niemand zuckt auch nur mit der Wimper: Wir haben uns so sehr an den britischen Baddie gewöhnt, dass die kuriosen Casting-Entscheidungen kaum zur Kenntnis genommen werden. THE PERFORMANCE ISSUE j 39