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Jaguar Magazine DYNAMIC – German

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In der Jaguar Magazine Ausgabe 02-2015 stellen wir nicht nur den neuen Jaguar XF vor, sondern auch die verantwortlichen Technik-Experten dahinter. Außerdem ist es uns gelungen, ein Treffen mit zwei der gefragtesten britischen Schauspieler zu organisieren: Idris Elba begleiteten wir auf seiner Spritztour nach Berlin im neuen XE und Benedict Cumberbatch interviewten wir über den Dächern Londons ...

IDRIS UND SEINE AUTOS

IDRIS UND SEINE AUTOS Wann haben Sie angefangen, sich für Autos zu interessieren? „Im Auto meines Vaters. Mein Vater und mein Onkel waren begeisterte Autofahrer. Ich saß immer hinter dem Beifahrersitz, mit Blick auf das Steuer. Das war meine Perspektive. Mit Kleiderbügeln habe ich im Auto Lenkrad gespielt. Mein Onkel fuhr ein paar Ford Cortinas, mein Vater einen Hillman Avenger ein Auto vom alten Schlag! Er hatte sogar zwei davon“ Ihr erstes Fahrerlebnis? „Bei mir im Viertel stand ein Auto, bei dem immer die Schlüssel steckten. Es war ein Ford Granada. Die Jugendlichen sind einfach reingesprungen und damit um den Block gefahren. Keine Ahnung, wem das Auto gehört hat, aber es war mein erster echter Kick. Wow, hat das Spaß gemacht“ Wissen Sie noch, wann Sie zum ersten Mal einen Jaguar gesehen haben? „Meinen ersten Jaguar habe ich nicht auf der Straße gesehen, sondern in Die Füchse, einer Krimifernsehserie in den 70ern, mit dem springenden Jaguar auf der Motorhaube. Ich dachte nur: Was für ein cooles Auto. Damals war ich noch zu klein, um zu wissen, dass es ein britischer Klassiker ist. Mit vierzehn kannte ich mich aus. Immer wenn ein Jag zum Reifenwechseln kam, sagte mein Chef: Keine Chance, mein Junge, den kriegst du nicht in die Finger“ Ihr erstes Auto? Ich habe mir einen roten Mini Cooper gekauft. 50 Pfund habe ich dafür bezahlt, er stand im Loot (ein Kleinanzeigenblatt). Ich fuhr damit nach Hause ich konnte kaum fahren und bin dann immer mit ihm in die Schule. Ich habe ihn hinter dem Gebäude abgestellt und mittags mit ein paar Jungs darin gegessen. Ich war 14! Ich hatte keinen Führerschein, aber ich konnte fahren und fand es großartig. An Samstagen arbeitete ich bei einem Reifenservice, da musste man ständig mit den Autos rangieren. Ich bin eine Menge verschiedene Autos gefahren. Es war harte, körperliche Plackerei, aber ich war jung. Das ging von sechs Uhr morgens bis sechs Uhr abends. Ich wurde zum Experten für Größe, Grip, Pirelli versus Dunlop. Ich bin da reingewachsen“ Ihr Alptraumauto? Davon hatte ich ein paar. Welches mir den meisten Ärger gemacht hat? Das war wahrscheinlich mein amerikanisches Auto. Ich hatte einen Chevrolet Astro. Ein schönes Auto. Ein richtig dicker Teddybär: ein Minivan mit sechs Sitzen, ein fettes, eckiges Fahrzeug. Ich hatte eine Sportversion mit BBS-Alufelgen in Gold. Aber er hat ständig den Geist aufgegeben“ (Fortsetzung auf S. 50) „Meinen ersten Jaguar HABE ICH NICHT AUF DER STRASSE GESEHEN, SONDERN IN DIE FÜCHSE, EINER KRIMI- FERNSEHSERIE IN DEN 70ERN. ICH DACHTE NUR: WAS FÜR EIN COOLES AUTO“ 48 j DYNAMIC

SPRITZTOUR HANNOVER ENGLAND BERLIN LONDON BELGIEN SPA DORTMUND DEUTSCHLAND ÄRMELKANAL DOVER CALAIS FRANKREICH IDRIS ELBA Nationalität: britisch Alter: 42 Beruf: Schauspieler, Filmproduzent, DJ Interessen: Musik, Mentoring und (fahrerische) Missionen GECHILLT Links oben: Bevor die Spritztour endgültig losgeht, nimmt Elba sich Zeit, sein altes College in London The National Music Theatre zu besuchen und den jetzigen Schülern Ratschläge zu geben. Unten: Der XE im Eurostar auf dem Weg nach Frankreich Der Mann mit der Mütze streicht über das Hightech-Armaturenbrett und murmelt anerkennend. Sein beifälliges Nicken sagt alles: „Dieses Bordsystem passt. Es ist benutzerfreundlich und trotzdem praktisch. Man kann auch zusätzlich noch etwas anstecken“, stellt der lässig gekleidete, 1,93 m große Autoliebhaber fest und zeigt auf einen in der Armlehne des Fahrers versteckten USB-Anschluss. Seine persönliche Musikbibliothek ist nur einen Klick entfernt. „So mag ich es. Ich will nicht nur auf Telefon und Computer angewiesen sein. Ich mache das gerne selbst. Wahrscheinlich werde ich meine iTunes-Bibliothek synchronisieren und mir dann sozusagen alle Höhen und Tiefen anhören.“ Idris Elba befindet sich auf einer Mission. Sie hat mit Autos zu tun und mit Beats, mit deutschen Autobahnen und belgischen Autoroutes, mit Aufspielen und Austrinken, mit Scheiben und Reifen, Boxenstopps auf einer eisigen Formel-1-Rennstrecke und einem coolen umfunktionierten Umspannwerk. Eine Spritztour der anderen Art. Vier Länder, 72 Stunden, 1200 Kilometer und ein paar Extrarunden mit Vollgas. Aber Elba macht kein großes Theater um diese abenteuerliche Fahrt. Denn zum einen sitzt der Schauspieler am Steuer des wohl wichtigsten Jaguars in der 80-jährigen Geschichte des Unternehmens es ist der XE, eine Sportlimousine, bei deren Entwicklung eine hohe Ökoeffizienz entscheidend war. Zum anderen wird es sowieso noch Theater geben, bevor er aus London herausfährt. Und am Ende der Reise erwartet ihn auch noch eine heiße Tanzfläche in Berlin. Wir treffen Elba an einem kalten Sonntagvormittag im Südwesten von London. Er ist zurück an seiner Alma Mater, dem National Youth Music Theatre (NYMT). Der 42-jährige mag heute ein Star auf der großen Leinwand sein (er brillierte als Nelson Mandela in der Filmbiografie aus dem letzten Jahr), auf dem kleinen Bildschirm (in der überragenden amerikanischen HBO-Krimiserie The Wire und der erfolgreichen BBC-Polizeiserie Luther) und auf geradezu riesigen Leinwänden mit den Blockbustern Thor (2011), Prometheus Dunkle Zeichen (2012) und Pacific Rim (2013). Vor etwa 25 Jahren arbeitete der Teenager aus East London noch im Ford-Werk Dagenham, hatte aber bereits eine Leidenschaft für die Bühne. Ein Stipendium für das NYMT stellte die Weichen. Auch heute bricht Elba von der ehrwürdigen Theaterinstitution aus auf. Nach einem DYNAMIC j 49